Wünsche für das Japanisches Neujahrsfest(oshōgatsu):

  • 新年おめでとう (Shinnen omedetō)
  • 新年おめでとうございます (Shinnen omedetō gozaimasu)
  • 新年明けましておめでとうございます (Shinnen akemashite omedetō gozaimasu)
  • 明けましておめでとうございます (Akemashite omedetō gozaimasu)
  • 今年もよろしくおねがいします!(kotoshi mo yoroshiku o-negai-shimasu)
  • 今年も楽しみにしています!(kotoshi mo tanoshimi ni shite imasu)
  • 今年もよろしくお願いします (kotoshi mo yoroshiku o-negai-shimasu)
  • よいお年を (Yoi otoshi o)
  • 謹んで新年のお喜びを申し上げます (Tsutsushinde shinnen no oyorokobi o mōshiagemasu)
  • 謹賀新年 (Kinga Shinnen)
  • 恭賀新年 (Kyouga Shinnen)
  • 賀正 (Gashō)
  • 迎春 (Geishun)

Japanisches Neujahrsfest

In alten Zeiten wurde das japanische Neujahrsfest (jap. お正月 o-shōgatsu) wie auch das chinesische und koreanische Neujahrsfest und das vietnamesische Tết-Fest entsprechend dem lunisolaren Kalender zu Beginn des Frühjahrs gefeiert. Seit 1873 folgt Japan dem Gregorianischen Kalender und der Neujahrstag wurde auf dem 1. Januar festgelegt. Er ist einer der wichtigsten traditionellen Feiertage des ganzen Jahres, wird seit Jahrhunderten gefeiert und hat seine eigenen, einzigartigen Bräuche entwickelt.


Neujahrskarten

In Japan gibt es den Brauch, zum Neujahrstag Postkarten (年賀状, nengajō) an Freunde und Verwandten zu schicken - ähnlich wie in Europa und Amerika Weihnachtskarten verschickt werden. Ihr ursprünglicher Sinn war es, entfernt wohnenden Freunden und Verwandten ein Lebenszeichen von sich und der eigenen Familie zu geben. Heute ist es fast eine Pflicht, Freunden und Personen, denen man Respekt schuldet, Neujahrskarten zu schreiben, Personen in höheren Positionen erhalten jährlich einige hundert Karten, Ladeninhaber verschicken entsprechend viele Karten. Auch bei Vordrucken sollte wenigstens die Adresse handschriftlich verfertigt sein. Im Dezember hört man oft die halb scherzhafte, halb gequälte Frage „Wie weit bist Du mit deinen Neujahrskarten?“. Es ist üblich, keine Grußkarten auszutauschen, wenn während des Jahres jemand aus der Familie gestorben ist. In diesem Fall schickt man einfachere Postkarten, um Freunde und Verwandte zu informieren, dass man sich aufgrund des Todesfalles in der eigenen Familie mit Glückwünschen zurückhalten wird und auch keine Glückwunschkarten erwartet. Die Karten zeigen das chinesische Tierkreiszeichen des neuen Jahres, für das Jahr 2006 beispielsweise einen Hund, und eine mehr oder minder persönliche Mitteilung. Nengajō werden unter anderem in Papiergeschäften als vorgedruckte Karten mit aufgedruckten Briefmarken verkauft. Viele von diesen enthalten neben dem Symboltier des Jahres formelle Grüße, wie den übliche Neujahrsgruß „明けましておめでとうございます“ (Lesung: akemashite omedetō gozaimasu), der übersetzt einen Glückwunsch für die Öffnung (den Anbruch) des neuen Jahres darstellt. 2006 waren berühmte Hunde wie Snoopy und andere Cartoon-Figuren besonders populär. Sie können auch einen Platz haben, auf den der Absender eine persönliche Botschaft schreiben kann. Andere nutzen Blanko-Karten und schreiben oder zeichnen sich ihre eigene Karte. Gummistempel mit Grußformeln und dem Tierkreiszeichen werden in Kaufhäusern verkauft und viele Menschen kaufen nachfüllbare Schreibpinsel, um Glückwünsche zu schreiben. Spezielle Druckvorrichtungen sind besonders bei Kunsthandwerkern populär. Für Geschäftsleute und Firmen bieten Druckereien eine Vielzahl vorgedruckter Karten mit kurzen Botschaften an, so dass der Absender nur noch die Adressen schreiben muss. E-Mail ersetzt bisher die traditionellen nengajo in Japan nicht. Zu einem großen Teil werden Neujahrspostkarten heute aber mit dem Computer selbst erstellt. Es gibt zahlreiche Software zum Erstellen und Drucken der Karten, das Fernsehen erklärt auch älteren Generationen den Umgang mit der Technik, beispielsweise das Einbinden eines Familienfotos. Kostengünstig können so originelle und persönliche Karten in der nötigen großen Zahl erstellt werden. Die Postämter liefern diese Karten genau am 1. Januar aus, wenn sie mit dem Zusatz „Neujahrskarte“ (年賀状, nengajō) gekennzeichnet sind und bis zu einem bestimmten Tag im Dezember in ein dann eingerichtetes Extrafach der Briefkästen eingeworfen werden. Neujahrskarten von Absendern, denen man keinen Gruß hatte zukommen lassen, werden auch noch bis Mitte Januar beantwortet. Ende Dezember/Anfang Januar ist die arbeitsreichste Zeit für die Japanische Post. Zur Bearbeitung stellen die Postämter jedes Jahr viele Studenten als Aushilfskräfte ein.


Die Quelle: de.wikipedia.org